„…den Jahren Leben geben.“

Ob alte Menschen ambulant oder stationär besser betreut werden können, ist von der Situation jeder/s Einzelnen abhängig. In den Fokus rückt dabei immer mehr die Situation der Pflegekräfte und wie wichtig diese für eine gute und menschenwürdige Betreuung ist.

Erstmals ungekürzt erschienen im Jahresbericht 2013/14, Seiten 12-14. Von Sabine Reichle

HOP_9120[1]Alte Menschen können in ihrem gewohnten Zuhause leben, wenn Familienangehörige bereit sind, Unterstützung im Alltag zu leisten, oft in Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten. Zunehmend übernehmen diese Dienste auch ausländische Betreuungskräfte, vor allem Frauen aus Osteuropa. Sie ermöglichen – abseits der verordneten, ärztlichen Behandlungspflege – alten Menschen bei uns ein Leben in ihrer vertrauten Umgebung. Rund 100.000 Frauen und wenige Männer sind in deutschen Haushalten beschäftigt. Ihre Situation wirft freilich viele Fragen auf: Unter welchen Bedingungen arbeiten diese Frauen und welche Konsequenzen hat das für die eigene Familie, wenn eine Frau aus Polen oder Ungarn nach Deutschland kommt, um hier Familien zu entlasten?

Die osteuropäischen Frauen arbeiten in Deutschland unter schwierigen Bedingungen und sind dabei nicht selten allein auf sich gestellt. Sie gehen Arbeitsverhältnisse ein, bei denen oft die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen nicht eingehalten werden. Diese Frauen sind meist nicht sozial- oder krankenversichert, ihre Entlohnung entspricht nicht dem hier üblichen Tarif und auch die Mindestruhezeiten werden nicht immer eingehalten. Viele Frauen lassen in ihren Heimatländern die eigene Familie, Kinder oder pflegebedürftige Eltern zurück. So werden in Deutschland Familien durch die Hilfe ausländischer Pflegekräfte entlastet, aber in Ungarn, Polen oder der Ukraine bleiben Kinder alleine und Familienangehörige unversorgt.

Um gegen diese Missstände anzugehen, hat sich der Caritasverband für Stuttgart e.V. im Jahr 2011 dem Konzept „Caritas24 – zuhause gut betreut“ angeschlossen. Caritas24 soll für sichere Arbeitsverhältnisse sorgen und für die schutzwürdigen Interessen der in Deutschland arbeitenden Frauen und ihrer Heimatfamilien eintreten. Caritas24 stellt sich auch der Aufgabe, die Familien, die diese Frauen beschäftigen, zu unterstützen. Ziel ist zudem, in Zusammenarbeit mit den Caritasverbänden in den Herkunftsländern nur solche Frauen zu vermitteln, bei denen die Trennung von ihrer eigenen Familie mit dem Leitbild der Caritas vereinbar ist.

[…]

S.12-14_ALT_Schäfer

 

Annelie Schäfer
Fachdienstleiterin Bischof-Moser-Haus

“Ich halte Caritas24 nach wie vor für einen guten Ansatz, wenn alte Menschen in ihrer vertrauten Umgebung liebevoll betreut werden und ihr soziales Umfeld erhalten können. Leider waren wir mit unserem Angebot nicht konkurrenzfähig. Wir müssen akzeptieren, dass der Preis für viele Interessenten das wichtigste Kriterium war.
Mit unseren anderen Diensten im Bischof-Moser-Haus bieten wir den Menschen aber weiterhin individuelle Unterstützungsmöglichkeiten für ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung. Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit den stationären Einrichtungen zusammen, wenn die Menschen vereinsamen oder mehr Zuwendung und Hilfe benötigen, als zuhause möglich ist und begleiten die Menschen auf diesem Weg.”

 

S.13_ALT_Ursula SchwarzUrsula Schwarz
Wohnbereichsleiterin Segregativer Dementenwohnbereich St. Monika

“Unser Ziel ist es, den BewohnerInnen des Wohnbereichs Franz Xaver Deschner im Haus St. Monika Wohn- und Lebensstrukturen zu schaffen, in denen unsere BewohnerInnen sich wohl und geborgen fühlen und sich emphatische begleitet wissen.”

 

S.12-14_ALT_WagnerMartina Wagner
Pflegerische Hausleitung St. Barbara

“Im Haus St. Barbara ist immer jemand für die BewohnerInnen da. Es läuft nichts im Hintergrund, alles ist sichtbar. Zwischen den Pflegekräften, AlltagsbegleiterInnen und den BewohnerInnen kommt es so immer wieder zu Begegnungen, zu berührenden Momenten im Alltag.”

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Lesen Sie mehr in unserem Jahresbericht 2013/14.

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Christine Röder-Socci
Caritasverband für Stuttgart e.V.
Sozialmarketing
Strombergstraße 11
70188 Stuttgart
Telefon: 0711 2809-2780
Telefax: 0711 2809-2411
c.roeder-socci[at]caritas-stuttgart.de

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