Networking auf dem Barcamp Stuttgart

Am 20. und 21. September war ich als Social Media Manager unseres Verbandes auf einem Barcamp, einer offenen Tagung im Stuttgarter Bildungszentrum Hospitalhof. Ein Kurzbericht über meine Eindrücke.

Von Ansgar Skoda

Barcamp

Auch abends gab es Barcamp-Events

Herzstück von Social Media ist das Management von Identität, Information und Beziehungen. Bei den Social Media-Kanälen unseres Verbandes verfolge ich diese kreative Tätigkeit unter anderem auf den Kanälen Twitter, Google+, Facebook und unseren Blogs, die ich seit einigen Monaten auf- oder ausbaue. Um Inspirationen und einen Eindruck von den Social Media-Aktivitäten und -strategien anderer Verbände und Unternehmen zu gewinnen und um über neue Trends und Tools informiert zu sein, besuche ich regelmäßig Events zu digitalen Themen wie unter anderem den Social Media Club Stuttgart oder den Webmontag. Ein besonderes großes, mehrtägiges Ereignis, an dem ich teilnahm, war jüngst das Barcamp Stuttgart. Hier diskutierten etwa 200 TeilnehmerInnen lebhaft ein Wochenende lang über soziale Medien und die Vor- und Nachteile einzelner Netzwerke und Tools.

JedeR TeilnehmerIn darf ein Thema anbieten

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Freiwillige stellen dem Plenum ihre Ideen vor

Ein Barcamp ist eine offene Tagung mit offenen Workshops (Sessions), deren Inhalte oder Ablauf von den Teilnehmern selber zu Beginn der Veranstaltung entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Barcamps werden seit 2006 im deutschsprachigen Raum zunehmend veranstaltet, behandeln Themen wie Social Media, Internet und Webanwendungen und dienen in erster Linie dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion unter den TeilnehmerInnen. Als sogenannter „Newbie“, der zum ersten Mal ein Barcamp besuchte, beeindruckte mich die Themenvielfalt der Sessions in den insgesamt dreizehn Räumlichkeiten des im April neu eröffneten Hospitalhofs. Die Sessions gingen jeweils etwa 45 Minuten und wurden von den Freiwilligen teilweise auch mehrfach angeboten. Anbei nun eine Vorstellung einzelner Sessions:

Social Media Monitoring, Social Business und mehr Experimentierfreude

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Sessions auf dem Barcamp Stuttgart

In einem Workshop zum Thema Social Media Monitoring stellte Stefan Evertz kostenpflichtige und kostenlose Monitoring-Tools kurz vor und unterschied hier die Zuverlässigkeit einiger Tools. In einer anderen Session rief Evertz Unternehmen zu mehr Experimentierfreude auf, warnte vor dem sogenannten Einkauf von Facebook-Fans und plädierte dafür, die Fans zu begleiten, ihnen zuzuhören und mit ihnen den Austausch über die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu suchen. Thomas Christinck betonte in seiner Session zum Thema Social Business anhand einiger Beispiele, dass sowohl in der internen als auch externen Unternehmenskommunikation soziale Medien in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Er erklärte auch, warum Emails, das Telefon oder das Faxgerät zukünftig weniger wichtig werden könnten. Andere Sessions behandelten unter anderem das soziale Netzwerk Google+ (angeregt von Torsten Maue), die internationale Businessplattform LinkedIn (angeregt von Barbara Hoisl), das Videoportal Youtube (mit einem Vortrag von Andreas Zeitler), oder auch, wie ein Workshop von Judith Peters,  die Familie 2.0 und das sensible Thema, ob und wie NutzerInnen in sozialen Netzwerken die eigenen Kinder zeigen dürfen. Nicht alle Sessions beschäftigten sich mit den digitalen Medien. Katrin Mathis stellte etwa das „Lego Serious Play“ vor, eine Methode des Modellierens von realen Konflikten in Unternehmen mit Lego-Bauteilen, die als Storytelling-Übung das Gehirn entlastet und das Denken in Metaphern erleichtert. Sibylle Dörge diskutierte hingegen an beiden Tagen in ihrer Session darüber, warum wir Konflikte brauchen und wie man sich in Konflikten verhalten sollte, um sie bestmöglich zu lösen.

Austausch über soziale Netzwerke mit dem Hashtag #bcs7

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JedeR TeilnehmerIn kommt zu Wort.

Während der zweitätigen Veranstaltung waren die TeilnehmerInnen dazu eingeladen, sich fleißig über den Hashtag #bcs7 in den sozialen Medien via Twitter oder Facebook über das Barcamp und die inhaltlichen Angebote auszutauschen. Im Innenhof des Hospitalhofs wurde auch auf einem großen Monitor eine so genannte Twitterwall installiert, welche die aktuellsten Tweets mit dem oben genannten Hashtag aufführte. Die TeilnehmerInnen wurden auf sozialen Medien so auch über Inhalte parallel laufender Sessions informiert und waren dazu eingeladen, die Räumlichkeiten zu wechseln, wenn eine andere Session interessanter erschien. Das ehrenamtlich von Jan Theofel und HelferInnen durchgeführte Barcamp konnte nur durch zahlreiche Sponsoren realisiert werden, die teilweise auch an dem Barcamp teilnahmen und denen gegen Ende der Veranstaltung gebührend gedankt wurde. Ein insgesamt spannendes Event, das mich um viele Infos und einige neue Kontakte bereicherte.

Alle Fotos: Tilo Hensel

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