Start eines Projektes zur Bewegungsförderung im Haus Adam Müller-Guttenbrunn

Professorin Angelika Zegelin gibt Bewegungsimpulse bei ihrem Vortrag "Bewegungsförderung in der Praxis"

Professorin Angelika Zegelin gibt Bewegungsimpuls bei ihrem Vortrag “Bewegungsförderung in der Praxis”

von Joachim Treiber, Petra Schubotz, Michelangelo Ferrentin, zuständig für die Bewegungsförderung im Haus Adam Müller-Guttenbrunn (AMG)

Unter dem Motto „Haus Adam Müller-Guttenbrunn – hier bewegt sich was!“ widmet sich das AMG im Rahmen eines über drei Jahre angelegten Projektes dem Thema Bewegungsförderung. Das Vorhaben wird vom Gesundheitsamt gefördert und läuft geplant bis zum 30.11.2017. Zielgruppe des Projektes sind alle BewohnerInnen, deren Angehörige und MitarbeiterInnen sowie extern Interessierte – unter aktiver Beteiligung und Kooperation mit Bezugspersonen, Gemeinden, Vereinen, unserem Projekt „ZeBra“ und niedergelassenen ÄrztInnen.

Zur Förderung der Aktivierung, bzw. zur Gesundheitsförderung im Kontext der Bewegung, sind bereits in der Vergangenheit im Haus AMG schon einige Aktivitäten angeboten worden, wie, unter anderem, folgende Einzelmaßnahmen:

– Projekt „Gesundheitswoche“
– Basisschulungen Kinästhetik
– „Fit mit Treiber“ (tägl. Bewegungsprogramm für MitarbeiterInnen)
– Einkäufe mit Bewohnern
– Maßnahmen im Rahmen der § 87 b Betreuung

Ziel ist es nun im Rahmen dieses Projekts ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, welches eine strategische Steuerung und Weiterentwicklung ermöglicht. Strategisches Ziel ist weiter, die Schaffung einer „Bewegungskultur“ in der Einrichtung zu bewirken – hin zum „bewegungsfördernden Pflegeheim“, welches neben der internen Wirkung, auch auf Partner und Gemeinden außerhalb der Einrichtungen wirkt und sich dadurch wechselseitig ergänzt und weiterentwickelt. Nach Abschluss der Projektphase soll die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Einrichtungen des Bereiches Altenhilfe des Caritasverbandes für Stuttgart e.V. überprüft werden. Bereits jetzt hat sich das Haus St. Ulrich als Einrichtung des Wohnverbunds Nord dem Projekt angeschlossen und übernimmt im Projekt definierte Teilprojektaufgaben.

Das Projekt wird durch eine Arbeitsgruppe umgesetzt, die mit MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Bereichen des Hauses besetzt ist, sowie mit weiteren Beteiligten wie der Heimbeiratsvertretung oder Angehörigenvertretung und Externen. Die ehrgeizige Vision des Projektes lautet: „Haus AMG: Wir sind das Pflegeheim, das Bewegung am Besten fördert“

Bericht zum Kickoff des Projektes von Brigitte Werner in der Hauszeitung des AMG

Bericht zum Kick-off des Projektes von Brigitte Werner in der Hauszeitung des AMG

Am 4. März 2015 fand dazu nun die offizielle Kick-Off Veranstaltung des Projektes mit ca. 45 geladenen Gästen statt. Zum Kick-Off konnte Prof. Dr. Angelika Zegelin gewonnen werden, die als ausgewiesene Fachfrau und Pflegewissenschaftlerin zu diesem Thema im Rahmen ihres Vortrags „Bewegungsförderung in der Praxis“ einen wichtigen „Bewegungsimpuls“ für das Projekt geben konnte. Angelika Zegelin berät auch die Projektgruppe in Bezug auf die strategische Ausgestaltung des Projektes und hinsichtlich der effektiven Umsetzung. Sie verfügt in diesem Gebiet über eine ausgewiesene Expertise und wir sind froh, dass es uns gelungen ist, sie für unser Vorhaben zu gewinnen.
Im weiteren Verlauf wird im Rahmen des Projektes auf folgende Dimensionen Bezug genommen:

1. Zielausrichtung auf den höchstmöglichen Gesundheitsgewinn durch Bewegungsförderung auf der Grundlage anerkannter wissenschaftlicher Erkenntnisse und im Rahmen der Möglichkeiten

2. Bewohner- und Angehörigenorientierung – Prüfung der Perspektive der Bewohner und Angehörigen z.B. in Schlüsselsituationen (Einzug, Eingewöhnungsphase, Rückkehr nach Krankenhaus usw.)

3. Beurteilung der Arbeitsabläufe (Ablauforganisation) im Hinblick auf eine bewegungsfördernde Gestaltung

4. MitarbeiterInnenorientierung – MitarbeiterInnen gesundes Arbeiten ermöglichen und Gesunderhaltung fördern – Prüfung der Möglichkeiten im Rahmen des Projektes (u.a. Personalentwicklung durch Kinästhetik-Projekt – Überprüfung der Arbeitsplätze)

5. Gemeindeorientierung/ Partnerschaften – „Partnerschaften für Bewegung“ entwickeln und aufrechterhalten

Im Rahmen einer bereits stattgefundenen SWOT-Analyse konnten erste Anhaltspunkte zur Optimierung der Thematik ermittelt werden und im Rahmen eines Brainstormings zahlreiche Maßnahmen zur Bewegungsförderung abgeleitet werden. Diese werden aus unserer Sicht – unter fachlicher Begleitung der Expertin Angelika Zegelin – eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität in unseren Einrichtungen bewirken können und uns als Ort des Lebens weiter „in Bewegung halten“ – denn Leben ist Bewegung!

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