Herausforderungen der Stadtgesellschaft – theologische Anmerkungen

S.7_Dr. Joachim Reber

Dr. Joachim Reber

Erstmals ungekürzt erschienen im Jahresbericht 2014/15, Seiten 6-7. Von Dr. Joachim Reber aus unserer Mitarbeitendenseelsorge und spirituellen Bildung

Es ist eine gute Tradition, dass sich im Jahresbericht des Caritasverbands für Stuttgart auch ein Impuls findet, der das jeweilige Schwerpunktthema theologisch beleuchtet. Was aber lässt sich theologisch sagen über die Herausforderungen der Stadtgesellschaft?

Allgemein verdichten sich in den Städten gesellschaftliche Themen. Auch und nicht zuletzt werden darin soziale Notlagen in einer besonderen Weise sichtbar und spürbar. Die Berichte aus den einzelnen Hilfefeldern, in denen der Caritasverband tätig ist, künden davon. Soziale Themen sind immer auch theologische Themen, Themen zumindest für die christliche Theologie.

An ihrem Anfang steht, wenn man so will, die „Antrittsrede Jesu“. Das Lukasevangelium berichtet, wie Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens in der Synagoge das Wort ergreift und sagt:

Der Geist Gottes ist auf mir.
Er hat mich gesalbt,
um den Armen ein Evangelium – eine gute Kunde – zu
bringen;
geschickt hat er mich,
Gefangenen ihre Freilassung zu verkünden,
Blinden eine neue Sicht zu geben,
Gebrochene aufzurichten,
und auszurufen ein Jahr der Gnade Gottes.

Wenn man so will, bilden diese Sätze die Magna Carta der Caritas. Wozu seid ihr da? Wozu gibt es euch – euren Dienst, eure Organisation, euer Unternehmen, euren Verband? Wozu gibt es euch als Caritas und Diakonie? Um Armen – das heißt: Menschen in Not – ein Evangelium – das heißt: etwas Gutes in Wort und Tat – zu bringen.

Titelbild 4Es gibt uns, um Menschen, die gefangen sind – in einer Sucht, in ihren kranken oder alten Körpern, in ihren Schulden, in zerstörerischen Beziehungen –, mehr Freiheit zu verschaffen. Es gibt uns, um Trauernden Trost zu sein. Trost zuallererst dadurch, dass jemand da ist, den dieses Schicksal interessiert. Es gibt uns, um Menschen, denen etwas im Leben zerbrochen ist – eine Beziehung, ein Lebensplan, die Selbstachtung, der Lebensmut – zu heilenden Erfahrungen zu verhelfen. Es gibt uns, um Menschen, die sich wie der letzte Dreck fühlen, spüren zu lassen, dass es in
ihnen etwas Schönes, Ganzes, Wertvolles gibt, etwas, das Hochachtung verdient.

[…]

Lesen Sie mehr in unserem Jahresbericht 2014/15.

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2 thoughts on “Herausforderungen der Stadtgesellschaft – theologische Anmerkungen

  1. “Es gibt uns, um Menschen, denen etwas im Leben zerbrochen ist – eine Beziehung, ein Lebensplan, Jahreskampagne die Selbstachtung, der Lebensmut – zu heilenden Erfahrungen zu verhelfen.” – Diesen Satz aus Der lesenswerten Hinführung verstehe ich nicht.

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