Lebendige Mittelpunkte im Quartier

Einrichtungen der Altenpflege wirken nach innen und nach außen: Als Zuhause für alte und pflegebedürftige Menschen und mit ihren ambulanten Diensten in den Stadtteil hinein.

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Das Haus St. Ulrich, Foto (c) Isabell Munck

Erstmals erschienen im Jahresbericht 2014/15, Seite 12. Von Sabine Reichle

Die Einrichtungen und die Mitarbeitenden der Altenhilfe sind für ihre Bewohnerinnen und Bewohner da und verstehen sich als Nachbarn im sozialen Umfeld. So entsteht eine Nachbarschaft, von der alle profitieren: Pflege- und Seniorenheime werden zu sozialen Orten der Begegnung und des Austausches im Stadtteil.

Die wichtige Rolle, die diese Einrichtungen im Stadtteil übernehmen können, zeigt zum Beispiel das Haus St. Ulrich im Stuttgarter Stadtteil Mönchfeld. Trotz der urbanen Bebauung lebt man hier mit Blick auf den Max-Eyth-See beinahe idyllisch.

Fast zu ruhig – wäre da nicht das Haus St. Ulrich in der Steinbuttstraße 25. Das Heim bietet Platz für 139 Menschen, dazu besuchen 15 Männer und Frauen die Tagespflege. Im Haus haben seit Dezember 2014 die „Wurzelkinder“ Einzug gehalten: Hier werden bis zu sieben Kinder von 7 bis 17 Uhr betreut.

Der Stadtteil hat, wie viele andere auch, in den sogenannten urbanen Randlagen damit zu kämpfen, dass die Infrastruktur immer dünner wird. Wer kein Auto hat oder nicht mehr so
mobil ist, für den ist der Weg hinunter ins Tal zu den Einkaufszentren oder zu kulturellen Angeboten oft zu beschwerlich.

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Blick auf den Max-Eyth-See

Auch deshalb kommen viele ins Haus St. Ulrich. Dabei bietet St. Ulrich mehr als nur einen guten Mittagstisch. Kulturelle Angebote, Computerkurse, Nachmittage mit Musik oder Vorträge zu verschiedenen Themen werden von den BewohnerInnen und auch von Gästen aus dem Stadtteil gerne wahrgenommen. Die Angebote – für die BewohnerInnen meist kostenlos, für die Gäste gegen einen geringen Obolus – ermöglichen so auch Menschen mit einem kleinen monatlichen Budget die Teilhabe an kulturellen Ereignissen und sozialen Begegnungen.

Für die SeniorInnen der Umgebung ist das Haus St. Ulrich zudem ein kompetenter Ansprechpartner. Sie nutzen Vorträge beispielsweise zur Sturzprophylaxe oder zu Themen wie der Patientenverfügung.

Ein weiteres Bindeglied hinein in den Stadtteil ist die Kurzzeit- oder die Tagespflege im Haus. Die Menschen, die hier gute Erfahrungen gemacht haben, kommen wieder und können sich dann besser vorstellen, ganz nach St. Ulrich zu ziehen. So stärkt und stabilisiert die Arbeit im Quartier, der Austausch mit den Menschen, die hier leben, langfristig auch die Dienste und Einrichtungen selbst. Senioren- und Pflegeheime können so zu lebendigen Mittelpunkten im Quartier werden und tragen dazu bei, dass ein Stadtteil demografiefest wird, Menschen jeden Alters sich hier wohlfühlen.

Kaesmacher

M. Kaesmacher

“Die älteren Menschen aus dem Stadtteil nehmen unsere kulturellen Angebote gerne an. Aber es kommen auch Hausfrauen oder Handwerker, die in der Umgebung wohnen oder arbeiten, zu uns etwa zum Mittagessen. Je mehr Leben im Haus, desto mehr Spaß haben wir alle.”

Michael Kaesmacher, Hausleitung St. Ulrich

 

Lesen Sie mehr in unserem Jahresbericht 2014/15.

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