Brückenbauer: Damit die Hilfe ankommt

Bereich Migration Damit die Hilfe..Bild 015

Besuch im Deutschkurs unseres Bereiches Migration und Integration, Foto (c) as

Eine Stadt ist wie ein buntes Puzzle: Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Geschichten und Begabungen leben hier zusammen. Eine große Herausforderung an die Stadtgesellschaft ist dabei die Integration der Menschen, die als Flüchtlinge in die Stadt kommen. Der Caritasverband für Stuttgart übernimmt hier eine wichtige Aufgabe.

Erstmals ungekürzt erschienen im Jahresbericht 2014/15, Seite 21-22. Von Sabine Reichle

„Jeder, der in Stuttgart lebt, ist ein Stuttgarter“, gab Wolfgang Schuster in seiner Zeit als Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart als Motto aus. Und sein Nachfolger Fritz Kuhn sagt: „Flüchtlinge sind in Stuttgart willkommen.“ In Stuttgart leben Menschen aus 180 Nationen. Rund 40 Prozent aller Stuttgarterinnen und Stuttgarter haben einen Migrationshintergrund, 50 Prozent der Kinder, die in Stuttgart aufwachsen haben ausländische Wurzeln. Und in Stuttgart lebten Anfang 2015 rund 3.040 Menschen, die als Flüchtlinge vor Krieg, Hunger und Elend geflüchtet sind.

Foto (c) Deutscher Caritasverband e.V.

Foto (c) Deutscher Caritasverband e.V.

Weit über die Stadtgrenzen hinaus gilt die Stadt als gutes Beispiel dafür, wie Integration gelingen kann. Seit 2001 hat Stuttgart einen eigenen Integrationsbeauftragten, und der Caritasverband für Stuttgart e.V. ist von Anfang an Partner im Bündnis für Integration. Das Stuttgarter Bündnis diente dem Europarat als Vorlage für einen Integrationsleitfaden, und der Rat der Stuttgarter war ebenso gefragt, als der Bund seinen nationalen Integrationsplan entwickelte. Einrichtungen wie das Haus 49, das vom Caritasverband mitbetreut wird, sind gelungene Beispiele für gelebte Integration.

Ein sichtbares Zeichen für das Klima in der Stadt ist die große Zahl an Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Allein in den Einrichtungen der Flüchtlingshilfe des Caritasverbandes sind das rund 200 Männer und Frauen. Als Mitglieder der Stadtgesellschaft tragen sie einen wesentlichen Teil zur Willkommenskultur bei.

Die Ehrenamts-Kultur hat sich dabei in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt und ist zu einem Garanten für ein gutes Miteinander in der Stadt geworden. Rund 90 Männer und Frauen engagieren sich etwa im Freundeskreis Flüchtlinge in Möhringen, wo der Caritasverband die im Januar 2015 eröffnete Flüchtlingsunterkunft betreut. Rund 80 Prozent der Ehrenamtlichen sind dabei Männer und Frauen, die noch voll im Berufsleben stehen und die dieses anspruchsvolle Ehrenamt neben ihrem eigenen Berufsalltag stemmen.

Auch die Mitglieder des Freundeskreises Neckarpark kümmern sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge in der gleichnamigen Unterkunft. Die Gruppe ist innerhalb der Kirchengemeinden Liebfrauen und St. Peter in Bad Cannstatt aus der Initiative „Glauben gemeinsam neu erleben“ hervorgegangen. Neben Mitgliedern der Gemeinden gehören dem Freundeskreis auch Ehrenamtliche aus anderen Institutionen, Vereinen und ebenso Privatpersonen an. Die rund 50 Ehrenamtlichen übernehmen sogenannte Zimmerpatenschaften, organisieren die Kleiderkammer oder ein Frauencafé. Sie helfen den Menschen bei Behördengängen, bieten Deutschkurse und Nachhilfeunterricht für die Kinder an.

[….]

Fritz Weller

“Ohne professionelle Begleitung funktioniert das Ehrenamt nicht.”

Fritz Weller, Bereichsleiter Migration und Integration

 

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Telefax: 0711 2809-2411
c.roeder-socci[at]caritas-stuttgart.de

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