Die Schönheit im Blick

von Alexandra Jerominek, Semesterpraktikantin in unserem Fachbereich Migration und
Integration

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Ein besonderer Montagmorgen in der Gewerblichen Schule im Hoppenlau: Gespannt warteten Makrina Iosifidou, Lehrerin der angehenden Friseurinnen, sowie ihre Schülerinnen aus dem ersten Lehrjahr auf ihre internationalen Besucherinnen. Insgesamt vierzehn Flüchtlingsfrauen und einem Flüchtlingsmädchen aus Syrien, Serbien, China und anderen Herkunftsländern, die derzeit in einer Unterkunft im Stuttgarter Süden wohnhaft sind, boten sie am 20.7.2015 morgens und nachmittags ihre Dienste als Friseurinnen an.

Was erst als Beautyabend in der Flüchtlingsunterkunft geplant war, wurde aus praktischen Gründen in die Räumlichkeiten der bestens ausgestatteten Hoppenlau-Schule verlegt. Im friseursalonähnlichen Klassenzimmer machten sich die Schülerinnen unter dem Blick ihrer Lehrerin an die Arbeit. Nach vorangehender Beratung, wurden die Haare – entsprechend den Wünschen der Flüchtlingsfrauen – geschnitten, coloriert und gelegt. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Vom frechen Stufenschnitt über süße Flechtfrisuren bis hin zur dunkelroten Lockenmähne veränderten die Schülerinnen mit Kreativität und Können den „Look“ der Frauen.

Chama Barkat, Flüchtlingsfrau aus Syrien, äußerte sich positiv über das von der Caritas-MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen organisierte Projekt: „Dieses Angebot ist bedeutungsvoll für uns Flüchtlingsfrauen, weil es uns trotz des stressigen Alltags fühlen lässt, dass wir wichtig sind.

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Chama, die ausgebildete Kosmetikerin ist, war selbst am Morgen als Helferin aktiv und verpasste einigen ihrer Mitbewohnerinnen ein hochwertiges Tages-Make-up, bevor sie dann nachmittags auch einen neuen Haarschnitt sowie eine neue Haarfarbe bekam.

Auch für die Verpflegung war gesorgt: Flüchtlingsfrauen und Helferinnen bekamen von Caritas-MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen organisierte Häppchen und Getränke serviert. Zufrieden präsentierten sich die Frauen nach der Rückkehr in der Unterkunft ihren Familien sowie den anderen SozialarbeiterInnen und ernteten einige Komplimente. Die Mitarbeiterinnen der Hoppenlau-Schule zeigten sich für weitere Kooperationen mit dem Fachbereich Migration und Integration des Caritasverbands für Stuttgart e.V. im kommenden Schuljahr offen.

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