Anregungen zur Vorsorgeplanung

DSC04576Mit den Themen Krankheit und Tod beschäftigt man sich nicht „einfach so“, niemand denkt gern an seine eigene Endlichkeit. Doch was passiert beispielsweise nach einem Unfall, einem Sturz, wenn man sich nicht mehr äußern kann und auf Hilfe angewiesen ist? Wie kann vorgesorgt und eigene Wünsche abgesichert werden? Hier einige Tipps und Erläuterungen zum Thema Vorsorgeplanung. 

Dieser Beitrag erschien erstmals in der Caritas vor Ort, Ausgabe 03/2015, Seite 10.

Was ist eine rechtliche Betreuung?
Kann ein/e Erwachsene/r durch Unfall, Krankheit oder Behinderung nicht selbst für ihre/seine Interessen eintreten, so stellt das Betreuungsgericht diesem Menschen für seine rechtlichen Angelegenheiten eine/n Betreuer/in zur Seite. Dies kann ein/e Angehörige/r, ein/e Freund/in oder ein/e andere/r Ehrenamtliche/r sein. Es gibt auch Berufsbetreuer/innen. Dabei prüft das Gericht sehr gründlich, ob eine rechtliche Betreuung notwendig ist. Eine Betreuungsverfügung ist besonders dann zu empfehlen, wenn Sie niemanden haben, dem Sie eine Vollmacht anvertrauen können.

Was regelt eine Betreuungsverfügung?
Dies ist ein Schriftstück, in dem Sie für den Fall einer Betreuung Ihre Wünsche und Vorschläge formulieren können, z.B. wer Betreuer/in werden soll und was diese Person zu beachten hat.

Was ist eine Vorsorgevollmacht?
Mit dieser schriftlich niedergelegten Vollmacht geben Sie einer Person Ihres Vertrauens das Recht, im Notfall in Ihrem Namen zu entscheiden. Das kann für Ihr Vermögen ebenso wie für Ihre medizinische und pflegerische Versorgung gelten. Mit einer Vorsorgevollmacht beugen Sie der Anordnung einer gesetzlichen Betreuung vor und nutzen die Möglichkeit, in gesunden Zeiten mit Ihrer/m Bevollmächtigten klare Absprachen zu treffen.
Eine zusätzliche Beratung durch eine/n Notar/in ist sinnvoll. Vorgeschrieben ist die notarielle Beurkundung für den Fall, dass die Vollmacht auch für den Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken erteilt werden soll. Sie können Ihre Vorsorgevollmacht im Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren lassen.

Wozu dient eine Patientenverfügung?
Sie enthält Verfügungen in Bezug auf ärztliche Maßnahmen und die medizinische Versorgung für den Fall, dass Sie nicht für sich selbst sprechen können. Die Patientenverfügung ermöglicht die frühzeitige Regelung, ob und in welchen Situationen Sie lebensverlängernde und lebenserhaltende Maßnahmen wollen oder nicht.

Weitere Informationen erhalten Sie bei
Heinz Wolf, Tel: 0711 7050-330
Renate Erdei, Tel: 0711 2809-2760
Kristina Heitz, Tel: 0711/2633-1133
oder unter www.caritas-testament.de

Kostenfreie Sprechstunde jeden ersten Donnerstag im Monat von 15:30 bis 18 Uhr im Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7 in Stuttgart

Lesen Sie mehr in unserer Caritas vor Ort 3/15Eine Stadt für alle

Kostenlose Bestellung
Sie können “Caritas vor Ort” bequem und kostenfrei per E-Mail bestellen. Geben Sie Ihren Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse sowie die gewünschte Ausgabe an

Ihre Ansprechpartnerin für kostenlose Bestellungen:
Christine Röder-Socci
Caritasverband für Stuttgart e.V.
Sozialmarketing
Strombergstraße 11
70188 Stuttgart
Telefon: 0711 2809-2780
Telefax: 0711 2809-2411
c.roeder-socci[at]caritas-stuttgart.de

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s