Orte und Menschen, auf die Verlass ist

Gestrauchelt, den Anschluss verpasst, das Leben nicht in den Griff bekommen – schwierige Situa­ tionen gehören zum Leben. Oft lassen sie sich nicht ohne Unterstützung meistern. Dann ist es hilf­ reich, wenn es Zufluchtsorte gibt, die Hoffnung in die Herzen bringen und Perspektiven aufzeigen. Dieser Beitrag von Gisela Vey erschien erstmals in der Caritas vor Ort, Ausgabe 04/2015

CvO_4-2015_Seite-4Gute Zeiten, schlechte Zeiten gibt es nicht nur im Fernsehen, sondern auch im realen Leben. Doch da lassen sich Probleme oft nicht so schnell und einfach lösen, wie es das Drehbuch vorschreibt. Da steht man nach einem Sturz nicht immer sofort wie­ der auf, rückt das Krönchen zurecht und geht weiter. Da lassen sich Krisen, Sorgen, Ängste oder Verluste nicht ohne Hilfe und Beistand bewältigen. Continue reading

Dem Stromspar-Check droht das Aus!

Dem erfolgreichen Projekt fehlt eine dauerhafte Förderung durch die Kommune. Bedroht sind dadurch auch die Arbeitsplätze für bisher langzeitarbeitslose Menschen.

Erstmals erschienen im Jahresbericht 2014/15, Seite 20. Von Sabine Reichle

Bereich Arbeit S_ 20Stromspar-Check_BeratungDer Stromspar-Check ist eine Erfolgsgeschichte: Mit dem Stromspar-Check unterstützt der Caritasverband in Stuttgart einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen. Weniger Energieverbrauch ist gut für unser Klima und spart Geld in Haushalten und auf kommunaler Ebene. In Zahlen bedeutet dies, dass ca. 3.000 Haushalte gecheckt wurden. Dabei konnten die Haushalte im Durchschnitt jährlich 142 Euro an Energiekosten einsparen.

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Droht der Lederschmiede nach 20 Jahren das Aus?

In den letzten Jahren wurden die Beschäftigungsmaßnahmen für benachteiligte und langzeitarbeitslose Menschen massiv gekürzt oder ganz gestrichen. Davon betroffen sind alle Qualifizierungsmaßnahmen des Stuttgarter Caritasverbandes, darunter auch die Lederschmiede.

Von Gisela Vey. Dieser Artikel erschien erstmals in der Caritas vor Ort, Ausgabe 02/2015, Seite 8-9.

S.8-9_Lederschmiede_1Das Programm der Lederschmiede heißt seit 1995 „Arbeit statt Drogen“ – doch wie lange noch? Angefangen hat die Werkstatt, in der aktuell trendige Taschen aus LKW-Plane, Recycling-Mesh-Plane und Filz gefertigt werden, mit 20 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Menschen, die aufgrund ihrer Drogenkrankheit arbeitslos waren, konnten sich mit einem Stellenumfang zwischen 50 und 100 Prozent ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Hier fanden sie eine sinnvolle Beschäftigung und einen ganz normalen Arbeitsalltag mit KollegInnen, Vorgesetzten, Anleitung und festen Arbeitszeiten.

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Hilfen für die Schwächsten: Stadt muss Verantwortung übernehmen

Von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren viele, aber nicht alle. In den letzten Jahren sind die staatlichen Hilfen für langzeitarbeitslose Menschen dramatisch zurückgegangen. Der Caritasverband für Stuttgart e.V. fordert nun, zusammen mit vier anderen Sozialunternehmen, mehr kommunale Verantwortung für langzeitarbeitslose Stuttgarter BürgerInnen.

Von Sabine Reichle. Dieser Artikel erschien erstmals in der Caritas vor Ort, Ausgabe 02/2015, Seite 4-7, sowie im Jahresbericht 2014/15, Seite 17-18.

S.7 neuEs ist eine Frage der Blickrichtung: Schaut man auf den Arbeitsmarkt zu den leistungsfähigen, jungen, gut ausgebildeten und gesunden Männern und Frauen, dann sieht man eine Arbeitslosenquote, die für Stuttgart im Jahresdurchschnitt für 2014 leicht auf 5,7 Prozent gesunken ist. Weitet man den Blick hin zu den Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, dann muss man feststellen: Vom guten Klima auf dem Arbeitsmarkt profitieren sie nicht. Ganz im Gegenteil: Ihre Situation verschlechtert sich trotz guter Konjunktur und ihre Zahl steigt. Gehörten im Jahr 2008 in Stuttgart 1.039 Menschen zur Zahl der Arbeitslosengeld II-BezieherInnen, so sind es aktuell 12.412 Menschen.

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FAIRKAUF: Wiederverwenden statt wegwerfen

Mehr als ein Kaufhaus: Das FAIRKAUF Secondhand-Kaufhaus in Stuttgart-Feuerbach ist Kaufhaus, Arbeitsplatz für rund 100 ehemals arbeitslose Menschen und ein Ort, an dem Nachhaltigkeit und Umweltschutz ganz praktisch gelebt und umgesetzt werden.

Erstmals ungekürzt erschienen im Jahresbericht 2013/14, Seiten 15-16. Von Sabine Reichle

S.15-16_Arbeit_DSC00003Im Herbst 1996 eröffnete im Vogelsang das FAIRKAUF Secondhand-Kaufhaus in einem alten Straßenbahndepot. Von Anfang an war der FAIRKAUF ein Erfolgskonzept, doch der Standort musste 2010 abrissbedingt geräumt werden. Im gleichen Jahr konnte der FAIRKAUF sein neues Quartier in Stuttgart-Feuerbach eröffnen. Täglich kommen mehrere hundert Menschen in das Kaufhaus, um nach Kleidern, Möbeln, Büchern, Elektroartikeln oder Kinderspielzeug zu suchen.

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